UV oder Sublimation?

Sie kennen die Situation: Der Messeauftritt steht, die Grafiken sollen brillant wirken, das Setup soll leicht und transportabel sein - und das Budget ist gesetzt.
Spätestens bei der Druckfreigabe stellt sich die Frage: UV-Digitaldruck oder Sublimation?
Beide Verfahren liefern Premium-Ergebnisse. Aber sie spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Szenarien aus.
Wir zeigen Ihnen, welches Verfahren wann die richtige Wahl ist.

 

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UV-Digitaldruck: feine Linien + Kontrast 

Beim UV-Digitaldruck wird die Tinte direkt vom Druckkopf auf den Stoff aufgetragen. Unmittelbar nach dem Auftrag härten leistungsstarke LED-UV-Lampen die Farbe in Sekundenbruchteilen aus - nicht durch Verdunstung, sondern durch Licht. Die Farbe füllt Poren und Mikrostrukturen und bildet eine geschlossene Schicht auf der Materialoberfläche. Kratzfest, witterungsbeständig und sofort weiterverarbeitbar. Das Verfahren funktioniert auf nahezu allen Materialien - von Plattenmaterial wie PVC, Acryl, Aluminium und Holz bis hin zu Textilien und flexiblen Folien.

- Materialvielfalt: PVC, Acryl, Aluminium, Holz und auch Textil. Ein Druckverfahren, viele Substrate.

- Brilliante Schärfe: Feine Linien, gestochene Typografie bei kleinen Schriftgrößen, klare Kanten - auch auf Plattenmaterial.

- Direkt weiterverarbeitbar: Keine Trockenzeit - konfektionieren, kaschieren, montieren ohne Wartezeit.

Brillant im Durchlicht: Die ideale Basis für hinterleuchtete Lichtrahmen wie LEDUP, BIG LEDUP oder LINEUP.

Superblack: Sattes, tiefes Schwarz mit außergewöhnlicher Deckkraft - ideal für kontrastreiche Logos und Typografie, die auf Messen aus der Distanz wirken.

 

Hinweis: Bedruckte Textilien müssen gerollt transportiert werden, da sonst sichtbare Knickkanten im Druck entstehen

Sublimationsdruck - wenn Mobilität zählt

Bei der Sublimation wird das Motiv direkt auf Polyestergewebe gedruckt und unter rund 200 °C in der Kalanderpresse fixiert. Die Pigmente gehen molekular in die Faser über. Die Farbe sitzt im Material und bleibt dort.

- Knickfrei und faltbar: Keine sichtbaren Knickkanten, auch nach mehreren Transporten.

- Kompakt faltbar und daher kompakt verpackbar.

- Brillant im Durchlicht: Die ideale Basis für hinterleuchtete Lichtrahmen wie LEDUP, BIGLEDUP oder LINEUP.

- Waschbar* und wiederverwendbar: Ein Motiv, viele Einsätze.
  * 30 Grad, ohne Waschmittel und Feinwaschgang, ohne Schleudern. Achtung: Durch das Waschen wird die Brandschutzbeschichtung (B1-Beschichtung) entfernt.

 

Hinweis: Aus produktionstechnischen Gründen müssen die bedruckten Stoffe nach dem Direktdruck mindestens 24 Stunden ruhen, bevor sie weiterverarbeitet werden können. Nach dem Druck kehrt die Feuchtigkeit langsam ins Material zurück, was für eine gleichmäßige Verarbeitung und eine hohe Formstabilität unerlässlich ist.

Vergleich auf einen Blick

 Kriterium  UV-Digitaldruck  Sublimationsdruck
 Position der Farbe  Auf der Oberfläche des Materials   In den Fasern verankert 
 Materialien   Plattenmaterial + Textil   Nur Textil 
 Faltbar   Nein   Ja 
 Transport   Gerollt / liegend   Kompakt gefaltet 
 Produktionszeit  Sofort weiterverarbeitbar  24h Ruhezeit nach dem Druck 

 

Fazit

Die Wahl hängt nicht vom Verfahren ab, sondern vom Einsatz. Der UV-Digitaldruck ist die ideale Lösung, wenn maximale Präzision, hohe Kontraste und sofortige Verfügbarkeit gefragt sind. Besonders bei Motiven mit sehr feinen Linien, kleiner Typografie und starken Schwarzanteilen spielt das Verfahren seine Stärken voll aus.

Der Sublimationsdruck ist die optimale Wahl, wenn Flexibilität, Mobilität und langlebige Textilanwendungen im Vordergrund stehen. Durch die tief in die Faser eingebundene Farbe entstehen knickfreie, waschbare und mehrfach verwendbare Drucke, die sich ideal für den häufigen Einsatz auf Messen eignen.

Falls Sie sich unsicher sind, ist das kein Problem. Fragen Sie bei Ihrer Bestellung nach - wir helfen Ihnen gerne weiter.